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Solarkataster: Dachpotenzial finden und PV-Größe einordnen

Ein Solarkataster zeigt modelliert, welche Dachflächen für Solarenergie geeignet sein können. Für Ihre Entscheidung zählen zusätzlich nutzbare Modulfläche, Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Datenstand. Hier finden Sie amtliche Zugänge für alle Bundesländer mit Prüfstatus vom 09.10.2026, lesen die Karte richtig und bereiten eine grobe PV-Größen- und Ertragsrechnung vor. Fehlende Daten bleiben sichtbar, damit ein Kartenwert zur prüfbaren Anfrage wird.

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Solarkataster: Was sagt die Karte über Ihr Dach?

Ein Solarkataster verbindet ein Dachmodell mit einer Berechnung der Sonneneinstrahlung. Je nach Portal kommen Angaben zu geeigneten Teilflächen, möglicher Anlagenleistung, Jahresertrag und Wirtschaftlichkeit hinzu. Photovoltaik erzeugt Strom, Solarthermie liefert Wärme. Diese Nutzungen benötigen unterschiedliche Anlagentechnik und dürfen in einer Potenzialangabe nicht verwechselt werden. Die amtlichen Portale unten beschreiben ihren jeweiligen Umfang. Eine Dachfarbe ist zunächst eine Modellklasse. Sie bestätigt weder einen tragfähigen Dachaufbau noch die passende Größe eines Speichers.

Beginnen Sie mit dem richtigen Gebäude. Auf demselben Grundstück können Wohnhaus, Garage und Nebengebäude liegen. Prüfen Sie die erkennbare Dachform und die ausgewählte Dachseite. Öffnen Sie Legende und Hinweise, bevor Sie einen Ertrag übernehmen. Ein Portal kann die gesamte Gebäudehülle anzeigen, während die Berechnung nur geeignete Teilflächen umfasst. Notieren Sie deshalb, welche Fläche der Wert tatsächlich beschreibt. Für die wirtschaftliche Entscheidung führt der Photovoltaik-Überblick Ertrag, Eigenverbrauch und Kosten zusammen.

Bewahren Sie Ihre erste Abfrage als Arbeitsstand auf: Portalname, Adresse, Dachseite, Ergebnis, Einheit, Datenstand und Abrufdatum. Ergänzen Sie darunter aktuelle Beobachtungen wie neue Dachfenster oder hohe Nachbarbäume. So können Sie bei einem späteren Angebot gezielt prüfen, welche Annahmen übernommen oder geändert wurden. Auch ein Ergebnis ohne Zahl kann nützlich sein, wenn es eine konkrete Datenlücke benennt. Die Datenquellenübersicht erklärt, wie Herkunft und Unsicherheit in Ihrer Entscheidungsakte zusammengehören.

Amtliche Solarkataster für alle Bundesländer: Zugang und Prüfstatus

Die Matrix nennt für jedes Bundesland einen geprüften amtlichen Einstieg oder einen ausdrücklich begrenzten Suchweg. Landesweit beschreibt die vom Anbieter erklärte räumliche Abdeckung; damit ist nicht jedes einzelne Dach aktuell erfasst. Teilweise kennzeichnet ein kommunales oder regionales Beispiel. Nicht geprüft bedeutet fehlenden belastbaren Nachweis im Abruf, keine Aussage, dass ein Angebot nicht existiert. Die Online-Prüfung am 09.10.2026 erfasst Betreiberbeschreibungen und zugängliche Seiten. Eine vollständige Bedienungsprüfung aller Karten und jeder Adresse ist damit nicht verbunden.

Länder-Matrix Solarkataster, Online-Prüfung 09.10.2026
BundeslandName und ZugangBetreiberAbdeckung / StatusInhalte / PrüfgrenzeAbruf
Baden-WürttembergEnergieatlas BW: Solarpotenzial GebäudeLUBW und Umweltministerium BWLandesweit laut Betreiber; einzelne Dächer im Portal prüfenDacheignung, PV-Ertrag und Solarthermie; Beschreibung geprüft09.10.2026
BayernEnergie-Atlas BayernBayerisches Landesamt für UmweltLandesweite Gemeinde-Potenziale; gebäudescharfes Landeskataster nicht geprüftPV und Solarthermie auf Gemeindeebene; kommunales Dachkataster zusätzlich suchen09.10.2026
BerlinEnergieatlas Berlin / Umweltatlas SolarpotenzialSenatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und BetriebeGesamtes Stadtgebiet laut amtlicher KartenbeschreibungEinstrahlung, PV und Solarthermie; Kartenbeschreibung geprüft, App nicht vollständig bedient09.10.2026
BrandenburgSolaratlas BrandenburgWirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB)Landesweit laut BetreiberDacheignung, Verschattung und PV-Ertragsrechner; Solarthermie nicht geprüft09.10.2026
BremenSolarkataster Bremen und BremerhavenLandesamt GeoInformation Bremen; Stadt Bremerhaven für zweiten ZugangBeide Stadtgebiete; separate AnwendungenPV und Solarthermie, Eignung und Wirtschaftlichkeit; Betreiberseite geprüft09.10.2026
HamburgHamburger SolaratlasHamburger Energiewerke; amtliche Daten im TransparenzportalAbdeckung nicht abschließend geprüft; ältere Beschreibung nennt TeilflächePV, Solarthermie und Ertrag; Metadaten geprüft, Kartenaufruf nicht verifizierbar09.10.2026
HessenSolar-Kataster HessenLEA LandesEnergieAgentur HessenLandesweit laut LEA; Neubauten und Datenlücken prüfenDacheignung, Modulfläche und PV-Stromproduktion; Solarthermie nicht geprüft09.10.2026
Mecklenburg-VorpommernSolarpotential HRO, kommunales Beispiel RostockHanse- und Universitätsstadt Rostock, Amt für Umwelt- und KlimaschutzTeilweise: Rostock; landesweites Kataster nicht geprüftDach-Solarpotenzial laut amtlichen Metadaten; Ertrag und Solarthermie nicht geprüft09.10.2026
NiedersachsenSolarkataster Region Hannover, regionales BeispielRegion HannoverTeilweise: Region Hannover; landesweite Anwendung nicht geprüftDacheignung PV und Solarthermie; konkreter Ertragsumfang nicht geprüft09.10.2026
Nordrhein-WestfalenSolarkataster NRW im EnergieatlasLandesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK)Landesweit laut amtlicher DokumentationGebäudescharfe PV-Eignung und Ertrag; Solarthermie-Potenziale auch auf Verwaltungsebenen09.10.2026
Rheinland-PfalzSolar- und Gründachkataster Rheinland-PfalzEnergie- und Klimaschutzagentur Rheinland-PfalzLandesweit laut amtlicher MethodikPV und Solarthermie, Dacheignung und Ertrag; separate Themenkarten09.10.2026
SaarlandSolarkataster Regionalverband SaarbrückenRegionalverband SaarbrückenTeilweise: Regionalverband; landesweites Dachkataster nicht geprüftPV und Solarthermie, Dachneigung, Verschattung und Leistung laut Betreiber09.10.2026
SachsenSolarkataster SachsenSächsische Energieagentur SAENA GmbHLandesweit laut SAENA; Karten-App im Abruf nicht verifizierbarPV-Dach- und Freiflächen, energetische und finanzielle Erträge; Solarthermie nicht geprüft09.10.2026
Sachsen-AnhaltLandesenergieagentur LENA, SuchwegLandesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbHLandesweites Solarkataster nicht geprüft; kommunal nachfragenKeine Kataster-Inhalte verifiziert; kommunaler Hinweis: Solardachbörse Halle (Saale)09.10.2026
Schleswig-HolsteinSolarkataster Lübeck, kommunales BeispielHansestadt Lübeck, KlimaleitstelleTeilweise: Lübeck; landesweites Kataster nicht geprüftPV und Solarthermie, Dachfläche, Ausrichtung und Wirtschaftlichkeit09.10.2026
ThüringenThüringer SolarrechnerLandesenergieagentur ThEGA und Thüringer UmweltministeriumLandesweites Kataster laut Betreiber; nahezu alle GebäudePV und Solarthermie, Dachgeometrie, Ertrag und Wirtschaftlichkeit09.10.2026
Verlinkte Betreiberseiten, amtliche Metadaten und Programmbeschreibungen; Abruf 09.10.2026. Keine Übernahme von Kartendaten, keine Ertragsgarantie.

Für das Solarkataster NRW führt der Energieatlas direkt zur landesweiten Anwendung. Beim Solarkataster Hessen werden mögliche Modulfläche und jährliche Stromproduktion erläutert. Das Solarkataster RLP ist im Energieatlas Rheinland-Pfalz eingebunden und trennt Photovoltaik, Solarthermie und Gründach. Beim Solarkataster BW finden Sie die Methodik im Energieatlas Baden-Württemberg. Lesen Sie dort jeweils die Berechnungsgrundlage: Gleiche Begriffe können unterschiedliche Flächenfilter und technische Annahmen verbergen.

Für das Solarkataster Niedersachsen ist die Region Hannover ein belegter regionaler Einstieg. Suchen Sie außerhalb dieser Region zusätzlich auf der Website Ihres Landkreises oder Ihrer Stadt nach Solar- oder Gründachkataster. Dasselbe Vorgehen ist bei regionalen Beispielen in Mecklenburg-Vorpommern, im Saarland und in Schleswig-Holstein sinnvoll. Fragen Sie in Sachsen-Anhalt bei Kommune oder LENA nach dem zuständigen Zugang; der kommunale Hinweis aus Halle (Saale) ersetzt keinen Nachweis einer Landesabdeckung. Ein allgemeines Energieportal ist nicht automatisch ein gebäudescharfes Dachkataster.

Dacheignung, Jahresertrag und Datenstand richtig lesen

Betrachten Sie zuerst die Dachfläche. Die horizontale Grundfläche eines Gebäudes ist etwas anderes als die geneigte Dachfläche. Dachfenster, Schornsteine, Gauben, Zugänge und technische Abstände verringern den Bereich, auf dem Module tatsächlich angeordnet werden können. Ein Kataster kann einige dieser Elemente erkennen und andere übersehen. Nutzen Sie deshalb nur eine bereits abgegrenzte Modulfläche als Eingabe für eine überschlägige Leistungsrechnung. Die amtlichen Hinweise im Solar-Kataster Hessen benennen diese Einschränkungen ausdrücklich.

Unterscheiden Sie anschließend Einstrahlung und Stromertrag. Einstrahlung beschreibt die auf eine Fläche treffende Sonnenenergie. Der Stromertrag berücksichtigt ein Anlagenmodell und wird je nach Anzeige für die ganze Anlage oder je Kilowattpeak angegeben. Kilowattpeak, kurz kWp, bezeichnet die Nennleistung unter standardisierten Prüfbedingungen. Kilowattstunden, kurz kWh, beschreiben eine erzeugte oder verbrauchte Energiemenge. Schreiben Sie die Einheit direkt neben den übernommenen Wert; eine Zahl ohne Einheit lässt sich nicht sinnvoll mit einem Angebot vergleichen.

Prüfen Sie das Alter der Geometrie getrennt vom Datum Ihres Abrufs. Ein heute geöffnetes Portal kann auf älteren Befliegungen beruhen. Umbauten und neue Bäume sind dann möglicherweise nicht berücksichtigt. Die Methodik in Rheinland-Pfalz nennt als Datenbasis März 2024; Hamburgs amtliche Metadaten nennen die Frühjahrsbefliegung 2022. Diese Quellenstände sind am 09.10.2026 geprüft, keine Behauptung über eine aktuelle Vor-Ort-Erfassung. Für Ihr konkretes Dach bleibt die Übereinstimmung zwischen Modell und heutigem Zustand offen.

PV-Größe und Ertrag: Rechner mit Ihren Flächenangaben

Für die grobe PV-Größe teilen Sie die nutzbare Modulfläche durch den Flächenbedarf je Kilowattpeak. Diesen Wert geben Sie selbst ein: Teilen Sie die Fläche eines Moduls aus dem Datenblatt durch seine Nennleistung in Kilowattpeak. Eine in Wattpeak genannte Nennleistung teilen Sie vorher durch tausend. Der Rechner setzt keine pauschale Modulfläche voraus. Das Datenblatt und der konkrete Belegungsplan bleiben die Grundlage für Ihre Eingabe.

Schätzen Sie die PV-Nennleistung aus Ihrer nutzbaren Modulfläche. Der Jahresertrag ist ein mehrjähriger Modellmittelwert für die Landeshauptstadt, nicht Ihre Adresse. kWp bezeichnet die Nennleistung, kWh eine Strommenge.

Übernehmen Sie den Jahresverbrauch aus Ihrer Stromabrechnung. Dezimalzahlen ohne Tausendertrennzeichen.
Nur die mit Modulen belegbare Fläche. Ziehen Sie Aufbauten, Wartungswege und Reihenabstände vorher ab. Null ist zulässig. Dezimalzahlen ohne Tausendertrennzeichen.
Aus dem Datenblatt: Fläche eines Moduls in m² geteilt durch seine Nennleistung in kWp. Wattpeak vorher durch 1.000 teilen. Es gibt keinen voreingestellten Flächenwert. Dezimalzahlen ohne Tausendertrennzeichen.
Bei aufgeständerten Flachdachanlagen zählt die Modulneigung. Horizontale Module haben unabhängig von der Ausrichtung dieselbe Geometrie; die Tabellenwerte unterscheiden sich geringfügig.

Füllen Sie alle Angaben und Auswahlen aus. Es wird erst mit vollständigen, gültigen Angaben gerechnet.

Quelle: PVGIS © European Communities, 2001-2026, Version 5.3. Datenbank: PVGIS-SARAH3; Wetterjahre 2005 bis 2023; Abruf 9.10.2026. Parameter: 1 kWp Referenzleistung, kristallines Silizium (crystSi), Montageparameter building (gebäudeintegriert), Gelände-Horizont aktiviert, 14 % zusätzliche Systemverluste als Modellannahme. Ausrichtung und Neigung nach Ihrer Auswahl. Alle Standortwerte beziehen sich auf die Landeshauptstadt. Ihre Fläche, Modulfläche und Ihr Verbrauch sind Nutzerangaben. Hinterlüftete Aufdachmontage ist ein anderes Modell.

Haftungshinweis: grobe Orientierung, keine Ertragsgarantie oder Anlagenplanung. Wetter, lokale Verschattung, Statik, Modulbelegung und Montage können das Ergebnis verändern. PVGIS und die Europäische Kommission übernehmen keine Verantwortung für die Verwendung der Informationen. Lassen Sie Ihr Dach und die Planung fachlich prüfen.

Ein hypothetisches Beispiel zeigt die Flächenrechnung: Bei sechzig Quadratmetern nutzbarer Modulfläche und einer Nutzereingabe von sechs Quadratmetern je Kilowattpeak ergibt sich eine überschlägige Leistung von zehn Kilowattpeak. Alle Beispielangaben sind Annahmen vom 09.10.2026, keine gemessenen Gebäudedaten. Ist Ihre Angabe stattdessen die gesamte Dachfläche, darf dieses Ergebnis nicht als installierbare Leistung ausgegeben werden. Auf einem Flachdach können Aufständerung, Wartungswege und Reihenabstände zusätzlichen Platz beanspruchen.

Der zweite Rechenschritt multipliziert die Leistung mit dem spezifischen PVGIS-Jahresertrag in Kilowattstunden je Kilowattpeak. Die am 09.10.2026 abgerufene Referenztabelle umfasst alle sechzehn Landeshauptstädte, fünf Ausrichtungen und drei Neigungen. Sie bildet einen mehrjährigen Modellmittelwert am Referenzpunkt ab, keinen gemessenen Ertrag Ihres Dachs und keine Prognose für das nächste Jahr. Die Ergebnisanzeige stellt diesen modellierten Jahresertrag Ihrem Jahresverbrauch gegenüber. Das Verhältnis kann über hundert Prozent liegen; es sagt nichts über zeitgleiche Verbrauchsdeckung, Eigenverbrauch oder Autarkie aus. Für die konkrete Planung nutzen Sie das örtliche Kataster und eine fachliche Dachprüfung.

PVGIS als Gegenprobe: Standort und Anlagenmodell dokumentieren

PVGIS des Joint Research Centre modelliert Einstrahlung und Stromertrag. Das amtliche Handbuch beschreibt die Eingaben und gestattet die freie Nutzung der Ergebnisse ohne Registrierung. Als Gegenprobe zum lokalen Dachkataster kann die Anwendung eine andere Modellgrundlage liefern. Die dokumentierte Ertragsrechnung ist eine Orientierung mit Wetter- und Modellunsicherheiten, keine Prognose für ein bestimmtes kommendes Jahr.

Für die vorliegende Referenztabelle wurden je Bundesland die Koordinaten der Landeshauptstadt verwendet, mit kristallinen Siliziummodulen und einem Kilowattpeak Nennleistung. Die redaktionelle Parameterauswahl vom 09.10.2026 umfasst Süd, Südost, Südwest, Ost und West sowie dreißig Grad, fünfundvierzig Grad und horizontal liegende Module. Vierzehn Prozent zusätzliche Systemverluste sind eine ausdrücklich gesetzte Modellannahme. Die PVGIS-Schnittstellendokumentation erläutert diese Parameter; die hinterlegte Tabelle enthält die Datenbank PVGIS-SARAH3 und Wetterjahre 2005 bis 2023.

Ein Referenzpunkt in der Landeshauptstadt beschreibt nicht jedes Dach im Bundesland. Vergleichen Sie für Ihr Objekt möglichst denselben Standort und dieselbe Montageart. Hinterlüftete Module auf einer Unterkonstruktion und gebäudeintegrierte Module sind im PVGIS-Modell unterschiedliche Fälle. Bei horizontal liegenden Modulen ändert die Himmelsrichtung das geometrische Szenario nicht. Ein reales Flachdach mit aufgeständerten Modulen benötigt dagegen deren tatsächliche Neigung und Orientierung. Speichern Sie die gewählten Einstellungen zusammen mit dem Ergebnis, damit ein Vergleich später nachvollziehbar bleibt.

Jahresverbrauch und Ertrag: Was eine Deckung wirklich bedeutet

Ein Jahresertrag im Verhältnis zum Jahresverbrauch ist eine bilanzielle Gegenüberstellung. Sie sagt nicht, wie viel Solarstrom Sie zeitgleich selbst nutzen. Ihr Haushalt kann im Sommer tagsüber Strom einspeisen und im Winter oder nachts Strom beziehen. Auch wenn die erzeugte Jahresmenge den Jahresverbrauch rechnerisch erreicht, entsteht daraus keine durchgehende Versorgung. Eine solche Quote darf daher nicht als Autarkiegrad bezeichnet werden. Ein tatsächliches Verbrauchsprofil und eine zeitlich aufgelöste Rechnung beantworten eine andere Frage als die einfache Jahresbilanz.

Notieren Sie Ihren bisherigen Verbrauch aus der letzten vollständigen Stromabrechnung als Nutzerangabe mit Abrechnungszeitraum. Neue Verbraucher wie Elektroauto oder Wärmepumpe gehören zunächst in ein getrenntes Szenario mit eigener Annahme. So sehen Sie, welche Änderung auf belegtem Verbrauch und welche auf einer Zukunftsplanung beruht. Die Energieeffizienzklasse des Hauses ordnet den Energiekennwert des Gebäudes ein; sie ersetzt weder Ihre Stromabrechnung noch die Verbrauchsplanung einer konkreten Wärmepumpe.

Beurteilen Sie einen Speicher anhand Ihres Verbrauchsverlaufs und der tatsächlich verfügbaren Überschüsse. Die Kapazität eines Speichers ist eine Energiemenge, die Leistung einer PV-Anlage eine Leistungsangabe. Eine gleiche Zahl in beiden Einheiten begründet keine passende Dimensionierung. Lassen Sie ein Angebot die Betriebsstrategie, nutzbare Kapazität und angenommenen Verluste erklären. Eine überschlägige Dachrechnung liefert dafür noch keinen Wirtschaftlichkeitsnachweis. Der Solar-Überblick zeigt, welche Angaben für den Vergleich mit und ohne Speicher zusätzlich gebraucht werden.

Dachfläche aus Fotos oder Karte bestimmen

Wer die Dachfläche berechnen möchte und ein Foto hat, braucht zusätzlich einen verlässlichen Maßstab und die Dachgeometrie. Ein schräg aufgenommenes Bild verzerrt Abstände; verdeckte Dachseiten fehlen. Selbst eine erkennbare Dachkante liefert ohne Referenzmaß keine belastbare Fläche. Nutzen Sie Fotos deshalb vor allem, um Aufbauten, Zustand und erkennbare Veränderungen zu dokumentieren. Diese Seite bietet kein Foto-Werkzeug und berechnet aus einem hochgeladenen Bild keine Dachmaße. Eine optische Schätzung bleibt als solche in Ihrer Arbeitsakte sichtbar.

Im Solarkataster können Sie eine modellierte Dachfläche zusammen mit Neigung und Ausrichtung prüfen. Vergleichen Sie diese mit einem bemaßten Bauplan, sofern der Plan zum heutigen Gebäude passt. Bei einfachen Dachflächen lassen sich Maße aus einem bestätigten Plan geometrisch nachvollziehen. Mehrere Dachseiten werden getrennt erfasst, statt einen gemeinsamen Rechteckwert für das ganze Haus anzusetzen. Fehlen Pläne oder sind Umbauten nicht eingetragen, ist ein fachliches Aufmaß der bessere nächste Schritt. Lassen Sie dabei klar unterscheiden, ob Bruttodachfläche oder nutzbare Modulfläche bestimmt wurde.

Erstellen Sie eine kleine Skizze mit Dachseiten, Hindernissen und dem jeweiligen Herkunftshinweis. Planmaße sind Unterlagenangaben, selbst gemessene Werte sind Nutzerangaben, ein pauschaler Abzug ist eine Annahme. Wenn die Ergebnisse aus Plan, Kataster und Foto auseinanderliegen, mitteln Sie sie nicht einfach. Prüfen Sie zuerst die Fläche, den Bezugszustand und die Neigung. Die Unterlagen-Checkliste beim Hauskauf hilft, passende Dokumente anzufragen; für einen Kauf erklärt der Energieausweis-Prüfweg die getrennte energetische Prüfung.

Vom Kataster zur prüfbaren Anfrage an den Fachbetrieb

Formulieren Sie Ihre Anfrage auf Grundlage der offenen Punkte: Welche Dachseite ist gemeint, welche Fläche ist bestätigt, welche Bauteile wurden bereits erneuert und welche Verschattung ist sichtbar? Bitten Sie um einen Belegungsplan und eine Ertragsrechnung mit Standort, Montageart und Verlustannahmen. Fragen Sie nach der Prüfung des Dachzustands und der Tragfähigkeit sowie der Abstimmung mit dem Netzbetreiber. Ein gutes Angebot macht klar, welche Untersuchung bereits erfolgt ist und welche Voraussetzungen noch offen sind.

Bringen Sie Dacharbeiten, elektrische Arbeiten und mögliche neue Verbraucher in eine gemeinsame zeitliche Planung. Wenn eine Dachsanierung ansteht, ist die Reihenfolge mit dem Betrieb zu klären. Ein Katasterhinweis bestätigt keine rechtliche Zulässigkeit; Denkmalschutz, örtliche Vorgaben und gegebenenfalls Installationspflichten werden für das konkrete Vorhaben geprüft. Halten Sie schriftliche Antworten bei der jeweiligen Frage fest. So kann ein späterer Anbieterwechsel auf demselben Stand beginnen, ohne dass frühere Annahmen versehentlich zu bestätigten Tatsachen werden.

Prüfen Sie die Photovoltaik-Förderung, bevor Sie eine verbindliche Bestellung auslösen. Ein möglicher Förderweg bleibt ein Kandidat bis zur passenden Entscheidung; beim Kredit kommen Zusage und Konditionen vom Finanzierungspartner. Die Finanzierungsübersicht hilft, den zusätzlichen Kapitalbedarf zu sortieren. Dieser Ratgeber liefert allgemeine Orientierung und einen dokumentierten Suchweg, keine individuelle Rechts-, Steuer-, Finanz- oder Energieberatung. Übernehmen Sie in Ihre Entscheidung nur Werte mit nachvollziehbarer Quelle und verbleibenden Prüfgrenzen.

Häufige Fragen

Was ist ein Solarkataster?

Eine Karte mit modellierten Dachflächen und deren solarer Eignung. Je nach Anbieter zeigt sie Photovoltaik, Solarthermie, Jahresertrag oder Wirtschaftlichkeit. Der Datenstand und die jeweilige Methodik gehören zum Ergebnis; eine Farbe bestätigt keine baulich ausführbare Anlage.

Wie finde ich das Solarkataster für mein Bundesland?

Wählen Sie den amtlichen Einstieg in der Länder-Matrix. Bei regionalen Beispielen suchen Sie zusätzlich auf der Website Ihrer Kommune oder Ihres Landkreises. Nicht geprüft bezeichnet eine fehlende Verifikation, nicht das Fehlen eines Katasters.

Wie berechne ich die Größe einer PV-Anlage?

Teilen Sie für eine erste Orientierung die bestätigte nutzbare Modulfläche durch einen dokumentierten Flächenbedarf je Kilowattpeak. Im Rechner geben Sie diesen Wert selbst aus dem Datenblatt Ihrer Module ein. Es gibt keinen voreingestellten Flächenwert; die konkrete Modulbelegung bleibt zu prüfen.

Wie viel Quadratmeter braucht eine Anlage mit zehn Kilowattpeak?

Bei einer beispielhaften Nutzereingabe von sechs Quadratmetern Modulfläche je Kilowattpeak wären es sechzig Quadratmeter. Rechenstand 09.10.2026. Gemeint ist nutzbare Modulfläche; Hindernisse, Zugänge und Aufständerung können mehr Bruttodachfläche erfordern. Das Modulangebot liefert den konkreten Bedarf.

Wie viel Photovoltaik benötige ich für fünftausend Kilowattstunden?

Teilen Sie diesen angenommenen Jahresverbrauch durch den dokumentierten spezifischen Jahresertrag. Ohne verifizierten Standortertrag entsteht hier keine belastbare Leistungszahl. Selbst eine passende Jahresbilanz beschreibt keine zeitgleiche Selbstversorgung und keinen garantierten Autarkiegrad.

Kann ich die Dachfläche aus einem Foto berechnen?

Ein einzelnes Foto reicht ohne Maßstab und Geometrie nicht für ein belastbares Aufmaß. Nutzen Sie es zur Dokumentation und vergleichen Sie Kataster, bestätigten Bauplan und bei Bedarf fachliches Aufmaß. Hier gibt es kein automatisches Foto-Werkzeug.

Ist ein fehlendes Dach im Solarkataster ungeeignet?

Nein. Neubauten, Umbauten, technische Datenlücken oder gesperrte Datensätze können fehlen. Fragen Sie den Betreiber nach Datenstand und Abdeckung. Eine fehlende Modellangabe ersetzt keine Untersuchung des tatsächlichen Dachs.

Warum unterscheiden sich Kataster und PVGIS?

Die Berechnungen können unterschiedliche Geometrie, Standorte, Verschattung, Montage und technische Annahmen nutzen. Vergleichen Sie erst diese Grundlagen. PVGIS ist eine Modellgegenprobe; weder dessen Ergebnis noch ein Katasterwert garantiert den Ertrag Ihrer Anlage.

Klären Sie die Fakten zu Ihrer Immobilie

Beginnen Sie mit der Adresse. Verfügbare amtliche Fakten, gekennzeichnete Modelle und offene Fragen bilden die Grundlage für Ihren nächsten Schritt.

Quellen und Stand

Wie wir Quellen prüfen und Inhalte aktualisieren, erklärt die reesinsy-Redaktion.